Feuerstein

In den Stollen sieht man etwa 25 cm dicke dunkle Feuersteinschichten im geschichteten Kalk. Das ist der sogenannte Bänderfeuerstein, der mit einem Abstand von 1 Meter zu sehen ist. Die Schichten von Feuerstein neigen schwach nach Westen, weil der Kalk auf der Ostseite der Gruben mehr nach oben gedrückt wurde. An einigen Stellen sind auch Platten von Feuerstein zu sehen, die quer durch die Schichtung verlaufen.Dieser Teil des Feuerstein füllt die Ritzen im Kalk aus.

Der Bänderfeuerstein ist gleichzeitig mit dem Kalk gebildet worden. Man nimmt an, dass es durch einen sehr komplizierten Prozess im früheren Meeresboden geschehen ist. Als der Kalk sich ablagerte, lebten im Meeresboden Schwämme mit Skeletten aus Kiesel. Der Kiesel ist im Gegensatz zum Kalk in einem sauren Milieu stabil und in einem basischen auflösbar.Die Ablagerung von Kalkalgen hat permanent stattgefunden, und die Kieselskelette der toten Schwämme haben sich wegen der basischen Verhältnisse im Kalkschlamm aufgelöst. Der Kiesel ist mit dem Wasser nach oben geführt worden, bis die Auflösung den oberen Teil der Schlammschicht erreichte, wo das Milieu sauer ist. Hier hat sich der Kiesel als mikroskopische Quarzkristalle herauskristallisiert, die heute als Schichten und Knollen aus Feuerstein zu finden sind.